Aus DSV-Intern 1/2016

Go4Speed – das Regattatraining für Seesegler 2016

Der Deutsche Segler-Verband organisiert auch in diesem Jahr wieder das Regattatraining für Seesegler Go4Speed. Das erste Training startete am 13. Februar mit einer Theorieeinheit in Hamburg. An dem Wochenende 23./24. April 2016 wird auf der Kieler Förde vor Schilksee praktisch trainiert. Mit Unterstützung zahlreicher Segelmacher und erfolgreicher Segler aus der Regattaszene werden die Mannschaften darin geschult, Segel, Rigg und Teamarbeit auf möglichst hohe Bootsgeschwindigkeit zu trimmen. Teilnehmen können alle Crews, die bei ORC-I-Regatten oder anderen hochrangigen Wettfahrten für Seesegler starten wollen. Der Kieler Yacht-Club wird die Organisation auf dem Wasser übernehmen. Unmittelbar nach dem Go4Speed-Training findet traditionell die Mai Offshore Regatta vom 29. April bis zum 1. Mai auf der Kieler Förde statt. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten zum Regattatraining Go4Speed stehen auf der Website www.dsv.org im Menü Bootsdokumente/Vermessung.

Im Rausch der Tiefe – Haie und Wale zu Gast beim Fahrtenseglertag

Die Kreuzer-Abteilung des DSV lädt alle Interessierten zum Fahrtenseglertag am 19. März 2016 nach Hamburg ein. Ab 14 Uhr wird dort der Meeresbiologe Uli Kunz faszinierende Fotos der weltweiten Unterwasserfauna zeigen. Der Forscher ist in den vergangenen Jahren mit Haien, Orcas, Buckel- und Belugawalen getaucht, und er hatte dabei auch einmalige Begegnungen mit dem größten Fisch der Erde, dem Walhai. Sein Lichtbild-Vortrag beginnt um 14 Uhr und ist für alle Besucher und Gäste kostenlos. Veranstaltungsort ist der Große Hörsaal im Museum für Völkerkunde Hamburg in der Rothenbaumchaussee 64. Ab 18:30 Uhr treffen sich die Mitglieder der Kreuzer-Abteilung des DSV zu der traditionsreichen Preisverleihung für den Fahrtenwett-bewerb. Für diese Abendveranstaltung mit Drei-Gänge-Menü ist vorab eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen: www.kreuzer-abteilung.org.

Tagung der Landesseglerverbände in Hamburg

Wie lassen sich Ideen und Ressourcen effektiv bündeln und für die Entwicklung des Segelsports und der Vereine gemeinsam nutzen? Dieser Frage sind am 15. Januar 2016 in Hamburg die Geschäftsstellenleiterinnen und -leiter der 16 Landesseglerverbände gemeinsam mit Vertretern des DSV-Präsidiums nachgegangen. Entstanden war die Idee dieses Erfahrungsaustausches während des Deutschen Seglertages 2015 in Papenburg. Dort diskutierten Vertreter aus Vereinen, Landesverbänden und DSV im Forum Vereinsmanagement über zeitgemäße Organisationsmodelle und Managementpraktiken.

Dietmar Reeh, DSV-Vizepräsident und zusammen mit seinem Präsidiumskollegen Udo Scheer Moderator des Forums: Die positive Resonanz auf die angebotenen Themen und die ergebnisreiche Diskussion haben uns gezeigt, wie wichtig ein Erfahrungs- und Interessenaustausch innerhalb des deutschen Segelsports ist. Das gilt nicht nur auf der Ebene der Vereine, sondern auch auf Bundes- und Landesebene. Die Tagung der Landesseglerverbände zusammen mit dem DSV ist die logische Fortführung des Forums. Unser Ziel ist es, gemeinsame Ressourcen bestmöglich auf allen Ebenen zu nutzen und damit den Vereinen echten Mehrwert zu schaffen. Die nächste gemeinsame Tagung soll im Herbst 2016 veranstaltet werden

manage2sail-Schulungen für Regatta-Organisatoren

Mitte Januar fand in Hamburg die erste Schulung des neuen Jahres für die Regatta-Software manage2sail statt. 35 Teilnehmer aus Vereinen in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein waren dem Ruf der Veranstalter gefolgt. Sogar aus Dänemark waren interessierte Scorer angereist. Geleitet wurde die Schulung von Ole Franzen, dem langjährigen Scorer bei der Travemünder Woche und Mitglied des Entwicklerteams von manage2sail. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Erläuterung und der Test des Scorings, in der die Hauptaufgabe der Software liegt. Der theoretischen Einführung folgte ein praktischer Schulungsteil, in dem die Teilnehmer Gelegenheit hatten, anhand verschiedener Übungen Musterveranstaltungen anzulegen, Teilnehmer zu verwalten, Regatten auszuwerten sowie Benutzer und Rechte zu verwalten. Parallel zu der Schulung in Hamburg fand eine Veranstaltung in Berlin statt. Auch hier ließen sich 35 Teilnehmer in die Funktionsweise von manage2Sail einweisen, Referent war Clemens Fackeldey vom Verein Seglerhaus am Wannsee. Am 13. Februar (nach Redaktionsschluss) folgte eine Schulung beim Deutschen Touring Yacht-Club in Tutzing.

Der nächste Schulungstermin:
12. März 2016 in Überlingen (BYCÜ)

Infos und Anmeldung unter www.manage2sail.com/de-DE/event

DWD sendet gesprochene Seewetterberichte über KW

Der Deutsche Wetterdienst hat die Leistungen seiner Kurzwellenanlage in Pinneberg erweitert. Über die Sendestation werden bereits seit längerem Wetterdaten für die Seeschifffahrt im Fernschreibverfahren (RTTY), als Wetterfax und nach dem NAVTEX-Standard auf Kurz- und Langwelle übertragen. Nun werden zusätzlich Wetterberichte im 49-Meter-Kurzwellenband ausgestrahlt, die auch mit herkömmlichen Radios gehört werden können – so wie beim Seewetterbericht von NDR oder Deutschlandfunk. Die Zeiten und Frequenzen:

Seewetterbericht für Nord- und Ostsee 3 x täglich:
0600-0630 Uhr UTC: 5905 kHz
1200-1230 Uhr UTC: 5905 kHz
2000-2030 Uhr UTC: 5905 kHz

Der DWD freut sich zu Rückmeldungen zu der Empfangsqualität. Bitte nutzen Sie dafür das auf www.kreuzer-abteilung.org im Newsbereich veröffentlichte Formular, und senden Sie den Empfangsbericht per E-Mail, Fax oder Post an die dort angegebene Anschrift.

Branchenverbände befürchten Einschränkungen für den Wassersport

Die Spitzenverbände des Wassersports, der Wassersportwirtschaft und des Tourismus befürchten, dass mit der Umsetzung des Bundesprogramms ‚Blaues Band Deutschland‘ traditionelle Reviere bald nicht mehr genutzt werden können. Die Verbände begrüßen den im Bundesprogramm ‚Blaues Band Deutschland‘ unter Federführung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) und des Bundesumweltministeriums (BMUB) formulierten Ansatz, mit Renaturierungsmaßnahmen der Fließgewässer zu deren ökologischer Qualität als auch zu deren Freizeit- und Erholungswert beizutragen und neue Akzente bei der Hochwasservorsorge zu setzen. Sie sehen allerdings auch die Gefahr, dass das rund 2.800 Kilometer lange Netzwerk der nicht mehr für den Gütertransport genutzten Bundeswasserstraßen für den regionalen Tourismus und für den Wassersport verloren geht, falls es nicht gelingt, ökologische und wassersportliche Interessen in Einklang zu bringen und schnell die notwendigen Beschlüsse zu fassen.

Wassersport, Wassersportwirtschaft und Wassertourismus fordern daher weiterhin:

Das vorhandene Bundeswasserstraßennetz muss in Gänze erhalten werden. Der Bund muss dazu die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes beauftragen und so mit Mitteln ausstatten, dass auch die wassersportlich und wassertouristisch genutzten Bundeswasserstraßen weiterhin unterhalten werden können.

Der von Bundesverkehrsminister Dobrindt beim Bürgerdialog am 3. September 2015 angekündigte gesonderte Etat für Wassertourismus muss unverzüglich eingerichtet und so ausgestattet werden, dass die für Wassertourismus erforderlichen Einrichtungen an Bundeswasserstraßen erhalten und zukunftsfähig weiterentwickelt werden können. Das bereits mehrfach verschobene Wassertourismus-Konzept der Bundesregierung muss fertiggestellt und mit den Betroffenen diskutiert werden. Es dürfen im Vorfeld keine Maßnahmen ergriffen werden, die später mit Zielen des Wassertourismuskonzeptes nicht im Einklang stehen.

Abschließend fordern Wassersport, Wassertourismus und Wasserwirtschaft eine an-gemessene Einbindung in das Bundesprogramm ‚Blaues Band Deutschland‘. Hier muss die gleiche Beteiligungsmöglichkeit sichergestellt werden, wie sie Naturschutzverbänden längst eingeräumt wurde! Im Gegensatz zu den Naturschutzorganisationen wurden die Verbände aus Wassersport, Wassertourismus und Wassersportwirtschaft bisher nicht an den Beratungen beteiligt. Weitere Infos: www.dsv.org im Newsbereich

Staatssekretär gegen generelles Kitesurf-Verbot

Wir halten von einem generellen Kitesurf-Verbot überhaupt nichts. Kiten gehört zu einer Nutzung der Küstenregion, es ist ein schönes Bild, aktive Sportler bei der Ausübung ihrer Sportart zusehen. Von daher wollen wir keine Einschränkung vornehmen. Das waren laut Dr. Jörgen Vogt von der Global Kitesports Association die Worte von Staatsekretär Ferlemann im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), als ihm zu Beginn des Jahres 22.000 Unterschriften gegen ein drohendes Kitesurfverbot übergeben wurden. Die deutschen Nationalparkverwaltungen wollen solch ein Verbot für den Bereich der Nordseeküste beim BMVI beantragen. Die Petition wurde 2015 von Wassersportvereinen in Cuxhaven und St. Peter-Ording zusammen mit der bundesweit aktiven Global-Kitsports Association initiiert. Der DSV hatte sich beim Deutschen Seglertag 2015 ebenfalls klar gegen das Kitesurfverbot ausgesprochen

Vereinsarbeit mit Asylbewerbern

Das Thema Flüchtlinge beschäftigt zurzeit nicht nur die Politik, sondern auch viele Bürgerinnen und Bürger. Sport bietet eine gute Möglichkeit, Betroffenen zu helfen und ihnen die Integration zu erleichtern. Allerdings sind bei allem Engagement auch rechtliche Aspekte zu beachten. Die Führungsakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat deshalb einen 40-seitigen Leitfaden für Vereine erarbeitet, in dem die für die Praxis wichtigsten vereins- und steuerrechtlichen Fragen beantwortet werden. Der Leitfaden kostet 9,80 Euro. Infos: Führungsakademie DOSB, Toni Niewerth, Tel. 0221 / 221 275 94, E-Mail:

Standortbestimmung vor Weltmeisterschaften

In Vorbereitung auf die bevorstehenden Welt- und Europameisterschaften nutzten acht Seglerinnen und Segler des Audi Sailing Team Germany den ersten Sailing World Cup des Jahres in Miami (25. bis 30. Januar) als Standortbestimmung nach der Winterpause. Das beste deutsche Ergebnis fuhren dort Jan Hauke Erichsen und Lea Spitzmann vom Flensburger Segel-Club im Nacra 17 mit Platz elf ein. Viele Nacra-, 49er- und 49erFX-Teams nahmen den Weltcup zum Anlass, um sich unter Wettkampfbedingungen auf ihre Weltmeisterschaften Mitte Februar (nach Redaktionsschluss) in Clearwater/Florida vorzubereiten

Segelkundige Anwälte und Steuerberater

Der Deutsche Segler-Verband führt eine Adressliste von segelkundigen Rechtsanwälten und Steuerberatern, die ihm von seinen Mitgliedsvereinen benannt wurden und deren Adressen im Bedarfsfall an andere DSV-Vereine und deren Mitglieder weitergeleitet werden. Um diese Kartei zu aktualisieren, bitten wir Sie, uns Rechtsanwälte und/oder Steuerberater und deren Kontaktdaten zu nennen, die Ihren Verein oder ein Mitglied bereits auf einem Gebiet rund um den Segelsport oder in Vereinsangelegenheiten vertreten haben. Die Antwort bitte mit vollständigen Adressangaben des Anwalts an den DSV senden. E-Mail: , Fax: 040 / 63 20 09-28, Adresse: Deutscher Segler-Verband, Bereich Recht, Gründgensstraße 18, 22309 Hamburg

Sechszehnjährige gewinnt Vize-WM-Titel

Hannah Anderssohn vom Warnemünder Segel-Club hat im Alter von nur sechszehn Jahren die Silbermedaille bei der ISAF-Jugendweltmeisterschaft 2015 gewonnen. Sie gewann den Vizetitel in einem Feld von 54 Starterinnen im Laser Radial, in der ihre Konkurrentinnen bis zu 18 Jahre alt waren. Ihre Teamkollegen Paul Feldhusen und Leon Goepfert vom Verein Seglerhaus am Wannsee segelten bei der über den Jahreswechsel in Malaysia ausgetragenen Jugend-WM im 420er auf Platz sieben.

Gold, Silber und Bronze für Deutschland

Drei deutsche Segler haben bei der vom 27. Dezember bis 3. Januar in Melbourne (Australien) ausgetragenen Weltmeisterschaft der O'pen-BIC-Klasse alle drei Medaillen in der U13-Wertung gewonnen. Weltmeister in dieser Altersgruppe wurde Lennart Frohmann vom Duisburger Yacht-Club vor seinem Bruder Magnus. Leonard Beyer vom Hamburger Segel-Club gewann Bronze.

Nacra 15 – der Jugend-Kat kann bis zum 18. Februar vorbestellt werden

Der Nacra 15 wird bei den Youth Sailing World Championships 2016 im Oman sowie bei den Olympischen Jugendspielen 2018 in Buenos Aires in der Disziplin Multihull mixed eingesetzt. Der Weltseglerverband World Sailing hat deshalb kurzfristig die Bestellmodalitäten für den Katamaran veröffentlicht. Demnach werden bis zum 21. März die Bestellungen bei World Sailing gesammelt, die der jeweilige nationale Verband zuvor einreichen muss. Wir bitten deshalb alle an einem Kauf Interessierten, ihre Bestellung bis zum 18. März 2016 an den DSV zu senden. Bei der verbindlichen Anmeldung Ihres Kaufinteresses bitten wir Sie, uns unbedingt die volle rechtsverbindliche Anschrift und Unterschrift des Interessenten zu senden sowie eine Erklärung beizufügen, dass Sie mit den bei World Sailing für den Nacra 15 genannten Erwerbskonditionen einverstanden sind. Die detaillierten Angaben zu der Bestellung für den Nacra 15 stehen im Newsbereich der Website www.dsv.org zum Download bereit

Neue Regelungen für Regatten im Opti

Am 1. Februar 2016 trat eine geänderte Anlage zur Wettsegelordnung in Kraft, nach der Opti-Seglerinnen und -Segler anders als bisher in die Gruppen A und B eingeteilt werden. Die Neuregelung führt zu einer Reduzierung der Punkte, die man zum Aufstieg in die Gruppe A benötigt. Bisher waren 25 Punkte notwendig, nun sind es 20 Punkte. Dafür entfällt jetzt die Möglichkeit, Punkte durch die Teilnahme an Trainingsmaßnahmen oder an Trainingsregatten zu erhalten.

Des Weiteren sind Seglerinnen und Segler, die 13 Jahre oder älter sind und mehr als 30 Punkte ersegelt haben, nach einer Übergangsfrist von acht Wochen nicht mehr in Gruppe B startberechtigt. Wichtig ist auch die Streichung der Sechs-Wochen-Sperre, wonach ein Start in Gruppe A erst sechs Wochen nach Eingang des Umstiegsantrags bei der Deutschen Optimist-Dinghy Vereinigung (DODV) möglich war. In Zukunft kann das Umstiegsdatum bei Erreichen der erforderlichen Punkte selbst festgelegt werden, wobei eine Antragsfrist von vier Wochen zu beachten ist.

Im Zusammenhang mit diesen Veränderungen wurden weitere Anpassungen vorgenommen. Seit Inkrafttreten der neuen Regelung können eintägige Opti B-Regatten ohne gesonderte DSV-Genehmigung veranstaltet werden, und die Berechnung der Umstiegspunkte wurde an die Vorgaben der Ranglistenordnung angepasst, was kleine Änderungen in der Berechnung zur Folge hat. Außerdem wurden einzelne Regelungen innerhalb der Vorschrift verschoben, um die Lesbarkeit zu verbessern. Um den Vereinen die Prüfung zu erleichtern, ob Seglerinnen und Segler, die 13 Jahre oder älter sind, noch in Gruppe B starten dürfen, stellt die DODV eine laufend aktualisierte Liste zur Verfügung. Ab 1. Januar 2018 müssen der Wettfahrtleiter und der Obmann des Schiedsgerichts auch bei Opti B-Regatten im Besitz einer regionalen Lizenz sein.

Die gesamte Wettsegelordnung inklusive der Anlage Jüngstensegeln steht auf der Website www.dsv.org im Menü Regatta.

Talentwettbewerb Das Grüne Band – Bewerbungen bitte bis 31. März

Der Wettbewerb um Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein wird 2016 zum 30. Mal ausgeschrieben. Der mit je 5.000 Euro dotierte Preis wird von der Commerzbank und vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) an insgesamt 50 deutsche Sportvereine verliehen. Bewerben können sich alle Vereine, die sich konsequent für die Nachwuchsförderung im Leistungssport einsetzen, unabhängig von der Vereinsgröße. Einheitlicher Bewerbungsschluss für alle Sportvereine bei ihrem jeweiligen Spitzenverband ist der 31. März 2016. Bewerbungsformulare und weitere Informationen gibt es auf der Website www.dasgrueneband.com oder bei der DSV-Geschäftsstelle, Bereich Jugend

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