Aus DSV-Intern 3/2016

DOSB nominiert Segler für Rio 2016

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am 31. Mai in Frankfurt bei der ersten von drei Nominierungsrunden für die Olympischen Spiele 2016 zehn Seglerinnen und Segler der Nationalmannschaft, dem Audi Sailing Team Germany, für die Sommerspiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August 2016) nominiert.

Bei der dritten Nominierungsrunde am 12. Juli wurde das Katamaran-Mixed-Team Paul Kohlhoff und Carolina Werner nominiert. Der DOSB folgte damit einem Einzelfallantrag des Deutschen Segler-Verbandes. Somit gehören folgende zwölf Seglerinnen und Segler in sieben Klassen zur deutschen Olympiamannschaft für Rio 2016:

  • Annika Bochmann und Marlene Steinherr (470er Frauen, Verein Seglerhaus am Wannsee)
  • Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski (470er Männer, Segler Verein Wörthsee/ Joersfelder Segel-Club)
  • Erik Heil und Thomas Plößel (49er, Norddeutscher Regatta Verein)
  • Victoria Jurczok und Anika Lorenz (49erFX, Verein Seglerhaus am Wannsee)
  • Philipp Buhl (Laser Standard, Segelclub Alpsee-Immenstadt)
  • Toni Wilhelm (RS:X Surfboard, Württembergischer Yacht-Club)
  • Paul Kohlhoff und Carolina Werner (Nacra 17, Kieler Yacht-Club)

Mit der Nominierung durch den DOSB-Vorstand ist die letzte offizielle Hürde genommen und dem Ziel "Olympische Spiele unterm Zuckerhut" steht für die Segel-Nationalmannschaft nichts mehr im Wege. "Wir freuen uns, dass der DOSB-Vorstand unserem Vorschlag gefolgt ist und unsere zwölf Seglerinnen und Segler für Rio nominiert hat. Jetzt heißt es für unsere Sportler und Trainer in den verbleibenden zwei Monaten weiter Gas zu geben und ihre fokussierte Arbeit fortzusetzen. Wir sind zuversichtlich, mit unseren Olympia-Seglern das Ziel von zwei olympischen Medaillen bei den Segelwettbewerben in Rio erreichen zu können", erklärt DSV-Präsident Dr. Andreas Lochbrunner. "Es ist ein Traum, den ich leben darf. Dass ich schon das dritte Mal teilnehmen darf, ist unheimlich toll. Das Erlebnis Olympia ist etwas ganz Besonderes für mich. Für die Unterstützung unserer Partner Audi und SAP bin ich extrem dankbar, ohne sie hätte die Segel-Nationalmannschaft nicht so gute Medaillenchancen wie jetzt in Rio", so Surfer Toni Wilhelm, der in Rio zum dritten Mal an Olympischen Spielen teilnimmt.

Elf Medaillen für deutsche Segler bei Kieler Woche

Beim letzten Heimspiel der Seglerinnen und Segler des Audi Sailing Team Germany 40 Tage vor den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gewinnt die Segel-Nationalmannschaft bei der Kieler Woche siebenmal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze. Die Siege holen sich: Heiko Kröger (Jersbek) in der 2.4mR, Tina Lutz (Holzhausen) und Susann Beucke (Strande) im 49erFX, Ferdinand Gerz (München) und Oliver Szymanski (Berlin) im 470er, Philipp Buhl (Sonthofen) im Laser Standard, Phillip Kasüske (Berlin) im Finn, Paul Kohlhoff und Carolina Werner (Kiel) im Nacra17 sowie Lasse Klötzing (Berlin), Jens Kroker (Hamburg) und Siegmund Mainka (Borken) in der Sonar.

Die Kieler Woche war für die Seglerinnen und Segler, die in Rio antreten, die Generalprobe für das Highlight des Jahres. Vor heimischem Publikum wollten sie sich von ihrer besten Seite zeigen und die in sie gesetzten Hoffnungen für Medaillengewinne in Rio untermauern. Das ist dem Audi Sailing Team Germany beeindruckend gelungen. Die komplette Olympiamannschaft trainiert im Juli ein letztes Mal vor Rio de Janeiro, bevor am 8. August bei den Olympischen Spielen der Startschuss für die deutschen Seglerinnen und Segler fällt.

Die Top-Drei-Ergebnisse der Nationalmannschaft:

  • 1. Paul Kohlhoff/Carolina Werner, Nacra17, Kieler Yacht-Club
  • 1. Heiko Kröger, 2.4mR, Norddeutscher Regatta Verein
  • 1. Ferdinand Gerz/Oliver Szymanski, 470er, Segler Verein Wörthsee/Joersfelder Segel-Club
  • 1. Tina Lutz/Susann Beucke, 49erFX, Chiemsee Yacht Club/Hannoverscher Yacht-Club
  • 1. Lasse Klötzing/Jens Kroker/Siegmund Mainka, Sonar, Potsdamer YC/NRV/YC Berlin-Grünau
  • 1. Philipp Buhl, Laser Standard, Segelclub Alpsee-Immenstadt
  • 1. Phillip Kasüske, Finn, Verein Seglerhaus am Wannsee
  • 2. Victoria Jurczok/Anika Lorenz, 49erFX, Verein Seglerhaus am Wannsee
  • 2. Justus Schmidt/Max Boehme, 49er, Kieler Yacht-Club
  • 3. Jule Görge/Lotta Görge, 49erFX, Kieler Yacht-Club
  • 3. Svenja Weger, Laser Radial, Potsdamer Yacht-Club

 

DSV verstärkt sich weiter - Kurs Zukunft liegt an

Nach der Verpflichtung des neuen Generalsekretärs Goetz-Ulf Jungmichel hat der DSV zwei weitere Schlüsselpositionen neu besetzt. Seit 1. Juni 2016 hat die erfahrene PR-Expertin Christiane Perlewitz die Leitung der Abteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit und die Funktion der Verbandssprecherin übernommen. Zeitgleich wurde mit Benjamin Jeuthe ein ausgewiesener Sportmarketing-Fachmann in die Geschäftsleitung der neu formierten DSV Segel-Marketing GmbH geholt. Christiane Perlewitz, 48, war zuletzt bei der Agentur Hoeppner Kommunikation als Senior Beraterin u.a. für die boot Düsseldorf und den DSV tätig. Davor verantwortete sie als Presse-sprecherin bei Barclaycard in Hamburg die externe Kommunikation. Der 38 Jahre alte Hamburger Benjamin Jeuthe ist seit vielen Jahren im Segelsportmarketing und Eventmanagement tätig. Der erfahrene Segler hat unter anderem das Konzept für die Segel-Bundesliga maßgeblich mitentwickelt und das Format in der Saison 2013 erfolgreich eingeführt.

Erstes Event der Deutschen Junioren Segel-Liga am Sorpesee

Was die Großen können, können "die Kleinen" schon lange. Am 4. und 5. Juni fand das erste Event der Deutschen Junioren Segel-Liga (DJSL) am Sorpesee statt. Zehn Teams mit Seglerinnen und Seglern im Alter von 12 bis 21 Jahren lieferten sich 20 heiße Rennen um die Podiumsplätze. Am Ende setzte sich der Segel-Club Münster vor dem Yacht-Club Lister am Biggesee und dem Segler-Club Dümmer durch. Für die neuen Junioren Segel-Liga war das Wochenende am Sorpesee ein erster Test. 45 junge Seglerinnen und Segler tummelten sich auf dem See im Sauerland und kämpften um die besten Plätze. Auch bei den Jugendlichen wurde deutlich, dass es ohne Vorbereitung auch für die Top-Teams nicht automatisch fürs Treppchen reicht. Es dominierten diejenigen Teams, deren Vereine ein eigenes Boot besitzen oder die im Vorfeld auf den Booten trainieren konnten.

"Es war eine super Stimmung. Segler, Gäste, Club-mitglieder und alle Mitwirkenden waren begeistert. Auch wenn alles neu war, waren die Helfer stets enthusiastisch und zeigten keine Anzeichen von Müdigkeit. Ohne die substanzielle Unterstützung des Heinz Nixdorf Vereins zur Förderung des Segel-sports wäre dieses Event nicht möglich gewesen", so Rüdiger Margale, DJSL-Obmann für die Region West. Ein weiteres Lob ging an das Orga-Team vom Segel-Club-Sorpesee-Iserlohn inklusive Jury, Wettfahrtleitung und dem DLRG-Team. Insgesamt 40 freiwillige Helfer leisteten einen super Job. Der Jugendsegelausschuss des DSV hatte bereits vor der Saison zur Junioren-Liga Stellung genommen und Anregungen gegeben.

Deutsche als einzige Frau im Ziel der Transat Bakerly

Anna-Maria Renken hat als einzige Frau die Transat Bakerly, die berühmte Einhandregatta von Plymouth über den Atlantik nach New York, erfolgreich beendet. Nach 21 Tagen, 13 Stunden, 19 Minuten und 25 Sekunden segelte die Deutsche mit ihrer "Nivea" am 24. Mai um 5:49 MESZ über die Ziellinie von New York. Dabei legte sie 3.995 Seemeilen zurück. In der Class 40 wurde Renken Sechste - mit vier Tagen, 36 Minuten und 29 Sekunden Rückstand auf den Class-40-Gewinner Thibaut Vauchel-Camus auf seiner "Solidaires en Peloton-Arse". Gesamtsieger wurde François Gabart, der mit seinem 100-Fuß-Trimaran "Macif" nach acht Tagen, acht Stunden, 54 Minuten und 39 Sekunden durchs Ziel segelte.

Kurs Zukunft - der DSV 2.0

In einem internen Zukunftsworkshop haben die Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter des Deutschen Segler-Verbandes am 14. Mai in Hamburg über den DSV 2.0 beraten. Der ganztägige Workshop ist Teil eines Reformprozesses, den das Präsidium des DSV angestoßen hat. "Unser Ziel ist es, den DSV weiter zu optimieren und zum kompetenten und serviceorientierten Ansprechpartner für alle Belange rund um den Segel- und Surfsport weiterzuentwickeln", erklärt Goetz-Ulf Jungmichel, Generalsekretär des Deutschen Segler-Verbandes. In Gruppen diskutierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Themenfelder wie zum Beispiel den Außenauftritt des DSV.

Neues DSV-Segelzentrum in Kiel-Schilksee

Im Rahmen einer symbolischen Schlüsselübergabe übernahm Dr. Andreas Lochbrunner als Präsident des Deutschen Segler-Verbandes am Vorabend der Kieler Woche die Räumlichkeiten des neuen DSV-Segelzentrums. Als Ehrengäste waren Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig, Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Sportdezernent Gerwin Stöcken anwesend.

DSV-Präsident Andreas Lochbrunner: "Wir bekennen wir uns zu unserer zentralen Aufgabe, die deutschen Spitzen-Seglerinnen und -Segler optimal und nachhaltig zu fördern. Mit unserem Engagement am Bundesstützpunkt Kiel bündeln wir die Kräfte und haben künftig den direkten Draht zu den Seglerinnen und Seglern. Wir schaffen damit die Grundvoraussetzung, dass unsere Sportler auch bei den kommenden Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften erfolgreich sind." Auf rund 800 Quadratmeter entsteht unter anderem ein Schulungs- und Seminarzentrum sowie ein moderner Kraft- und Athletikbereich. Im Herbst werden die DSV-Abteilungen Leistungssegeln, Wettsegeln, Technik sowie Jugend von Hamburg in das Kieler Olympiazentrum umziehen. Hinzu kommt eine neue Ausbildungsakademie.

Torsten Albig überreichte Förderbescheide in Höhe von insgesamt 959.960 Euro an den DSV, die Stadt Kiel und den Kieler Yacht-Club. Mit den Fördermitteln wurden Segelwettkämpfe anlässlich der Kieler Woche sowie Infrastrukturmaßnahmen beim DSV und im Hafen unterstützt.

Neue Broschüre "DSV Design-Guidelines"

An der Küste müssen Sportboothäfen anderen Bedingungen entsprechen als an Binnengewässern, große Clubs haben andere Möglichkeiten als kleine Vereine. Darüber hinaus werfen der demographische Wandel, veränderte Serviceansprüche der Mitglieder, weniger persönliches Engagement und wachsende Nachfrage nach Dienstleistungen Fragen nach der Zukunft der Vereinsstruktur auf. Gleichzeitig können Öffentlichkeitsarbeit und Serviceangebote der Vereine dazu beitragen, Segeln auch für zukünftige Generationen attraktiv zu gestalten.

Vor diesem Hintergrund hat der Umweltausschuss des DSV die Hochschule Ostwestfalen-Lippe gebeten, das Thema unter der Leitung von Prof. Hoelscher im Rahmen einer Studienarbeit systematisch zu untersuchen. Im Ergebnis wurde die Broschüre "DSV Design-Guidelines" erarbeitet, die auf 133 Seiten einen eindrucksvollen Einblick in die unterschiedlichen Vereinsstrukturen und das Dienstleistungsangebot von Segelvereinen in Deutschland gibt. Darüber hinaus beinhaltet die Broschüre auch Best-Practice-Beispiele und Handlungs-empfehlungen für unterschiedliche Vereinsgrößen und -lagen. Interessierten DSV-Vereinen steht diese Studienarbeit als Broschüre sowie als Pdf-Datei zur Verfügung. Anfragen senden Sie bitte unter Angabe der DSV-Mitgliedsnummer an die DSV-Geschäftsstelle, Abteilung Umwelt, Gründgensstraße 18, 22309 Hamburg. Tel. 040/632009-0, E-Mail: recht@dsv.org.

Bundesverkehrswegeplan 2030 - der Wassersport muss aktiv eingeplant werden

Der Deutsche Segler-Verband hat, zusammen mit den weiteren Wassersportspitzenverbänden, der Bundesregierung in einer Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan 2030 empfohlen, künftig aktiv für den zunehmenden Anteil der Freizeitmobilität am Gesamtverkehrsaufkommen zu planen. Die Statistik zeigt, dass der Anteil der Freizeitmobilität am Verkehrsaufkommen stetig wächst. In einigen Segmenten beträgt er heute bereits über 50 Prozent. Schon dieser Umstand rechtfertigt es, den Freizeitmobilitätsbedarf und das darin liegende Potenzial für den Standort Deutschland wissenschaftlich zu untersuchen und die Erkenntnisse in die Planungsziele für Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur einfließen zu lassen. Insbesondere das hervorragende Netzwerk der vorhandenen Wasserstraßen kann, außer zum Gütertransport, in Zukunft gezielt für ein zeitgemäßes Sport-, Freizeit- und Tourismusangebot genutzt werden und damit zu Lebensqualität, Klimaschutz und ökonomischer Entwicklung in den Regionen beitragen.

Nachwuchs-Teams für Nacra 15 gesucht

Meldet Euch beim DSV, wenn Ihr bereits Nacra-15-Segler/in und unter 18 Jahre alt (Jahrgang 1999 und jünger) seid, den Einstieg in den Nacra 15 plant oder den Umstieg auf den Nacra 17 bereits ab Sommer geplant habt und bei der World Sailing Jugendweltmeisterschaft (14. bis 20. Dezember 2016) in der Disziplin Open Multihull auf einem Nacra 15 starten möchtet! Es gibt für Euch eine interessante Qualifikationsmöglichkeit. Alle potentiellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer melden sich bitte bis 1. August 2016 bei der DSV-Abteilung Jugend mit einer kurzen Beschreibung des seglerischen Werdegangs des Teams. Die weiteren Schritte bis zum Start bei der WM werden im Anschluss mit allen Crews besprochen. Kontakt: Deutscher Segler-Verband, Abteilung Jugendsport, Heiko Radke, Tel. 040/632009-0, E-Mail: jugend@dsv.org.

Mona Küppers ist neue Vorsitzende des Deutschen Frauenrates

Mona Küppers, DSV-Vizepräsidentin für Fahrtensegeln, Freizeit- und Breitensport, wurde am 12. Juni zur Vorsitzenden des Deutschen Frauenrats gewählt. Sie ist seit vielen Jahren in verschiedenen ehrenamtlichen Leitungsfunktionen des Deutschen Olympischen Sportbundes aktiv und bereits seit 2012 stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrats. Der Deutsche Frauenrat versteht sich als Lobby der Frauen und bündelt und vertritt die Interessen und Meinungen von mehr als 50 Frauenverbänden.

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