Sieger bei der Harrasser Kanne am Chiemsee: Marcus Funke, Simone Sasse und Dirk Stadler zusammen mit Flottenvertreter Martin Köhle
Sieger bei der Harrasser Kanne am Chiemsee: Marcus Funke, Simone Sasse und Dirk Stadler zusammen mit Flottenvertreter Martin Köhle

Hoher Unterhaltungswert

Harrasser Kanne

Mit Idealpunktzahl 3,0 gewann Dirk Stadler vom Simsseer Ruder- und Segelclub zusammen mit seiner Mannschaft Simone Sasse und Marcus Funke, beide Münchener Ruder- und Segelverein, die diesjährige Harrasser Kanne des Chiemsee Yacht Club. Was nach drei ersten Plätzen scheinbar so leicht aussah, war in Wirklichkeit das Ergebnis eines verflixten Segeltages mit allerlei Überraschungen.

Die Flotte Chiemsee-Simssee hatte am Freitagabend die angereisten Mannschaften zu einem Dämmerschoppen mit bayerischer Brotzeit eingeladen. Ein Hauptthema: Wie wird der Wind am Wochenende? Mindestens fünf hochintelligente Telefone lagen auf dem Tisch, um die Meinung von windguru, windfinder und anderen Diensten zu erkunden. Einhellige Meinung: Es gibt leichten Wind aus Nordwest bis West, so 6 bis 8 Knoten sind das höchste der Gefühle. Also dann besser noch ein Bier zur Nervenstärkung. Das wird ja eh nix.

Als am anderen Vormittag die vierzehn Boote starteten, war noch alles im grünen Bereich: Windstärke 3 bis 4 aus West, Kurslänge knapp vier Seemeilen, Durchschnittsgeschwindigkeit des Ersten 4,4 Knoten – alles gut. Die Stadler-Crew wurde Erster, Hans Reile mit Frau Christa (SRS) und Gebhard Watzal (SCE) Zweiter und die österreichische Mannschaft Gottlieb Pesendorfer, Max Humes und Reinhard Trauner vom Segelclub Ebensee, die dem Ganzen internationalen Glanz verliehen, Dritter. Es ging nur über rechts. Ähnlich bei der zweiten Wettfahrt, jetzt allerdings mit etwas besserem Wind. Vorne wieder Dirk Stadler, dann kam der Vorjahressieger Wolf-Dieter Roßbach vom VSAW mit Lars Melzer (SCS) und Florian Drtina (VSAW), sie brachten hauptstädtisches Flair an den Chiemsee. Dritter Martin Köhle mit Stefan Hammermüller und Christoph Herrmann (CYC, SCPC, RCO), es ging wieder über rechts.

Beim Hinausfahren zum Start hatte die heimische Flotte jedem Boot eine Flasche Sherry mitgegeben und beim Öffnen derselben wurde auch fleißig für Rasmus gespendet. Der legte sich vermutlich unter Alkoholeinfluss schlafen und damit wurde die Sache etwas müder, der Wind Flaute ab, drehte unentschlossen hin und her. 20-bis 30-Grad-Dreher nervten. Und plötzlich ging es nur über links. Peter Zauner mit Andreas Bud-Monheim (beide YCSS) und Volker Küsel (ASVG) erwischte die richtige Seite vor der Roßbach-Mannschaft und Fips Ullherr, Stefan Röttcher (beide SCH) und Bernd von Hoermann (CYC). Die „Rechtsfahrer“ sammelten ihre Streicher ein.

Angesichts der Schwachwind-Vorhersage für den folgenden Sonntag entschloss sich Wettfahrtleiter Hans Vogt, auch gleich noch den vierten Lauf zu starten. (Er sollte recht bekommen, am Sonntag gab es nur launische Flauten.) Rasmus war inzwischen wieder aufgewacht und bescherte der Flotte ein ausgewachsenes Gewitter, eingebettet in Regen und Wind über 5 bft. Die hohe elektrostatische Aufladung einiger Schiffe endete glücklicherweise glimpflich: Die Roßbach-Crew musste das Rennen aufgeben, das sie von allen Teilen, die sie an Bord anfasste, heftige Stromschläge empfing. Bei Sigi Merk war die Sache dramatischer, er musste nach einigen heftigen Schlägen zur Untersuchung über Nacht ins Priener Krankenhaus, aus dem er aber am Sonntag ohne bleibende Schäden wieder entlassen wurde. Der Lauf selbst endete wie gehabt: Erster Stadler, dann Pesendorfer, Dritter Köhle.

Bei der Siegerehrung wurden einige Mannschaften von Schiedsrichter Uli Gasch gerügt, weil sie – obwohl Y gesetzt war – keine Schwimmwesten trugen, angesichts des Gewitters zweifellos leichtsinnig. Die Betroffenen gelobten Besserung, alle lobten die ausgezeichnete Küche des CYC und versprachen, 2012 wieder zu kommen.

Martin Köhle

Als am anderen Vormittag die vierzehn Boote starteten, war noch alles im grünen Bereich: Windstärke 3 bis 4 aus West, Kurslänge knapp vier Seemeilen, Durchschnittsgeschwindigkeit des Ersten 4,4 Knoten – alles gut. Die Stadler-Crew wurde Erster, Hans Reile mit Frau Christa (SRS) und Gebhard Watzal (SCE) Zweiter und die österreichische Mannschaft Gottlieb Pesendorfer, Max Humes und Reinhard Trauner vom Segelclub Ebensee, die dem Ganzen internationalen Glanz verliehen, Dritter. Es ging nur über rechts. Ähnlich bei der zweiten Wettfahrt, jetzt allerdings mit etwas besserem Wind. Vorne wieder Dirk Stadler, dann kam der Vorjahressieger Wolf-Dieter Roßbach vom VSAW mit Lars Melzer (SCS) und Florian Drtina (VSAW), sie brachten hauptstädtisches Flair an den Chiemsee. Dritter Martin Köhle mit Stefan Hammermüller und Christoph Herrmann (CYC, SCPC, RCO), es ging wieder über rechts.

Beim Hinausfahren zum Start hatte die heimische Flotte jedem Boot eine Flasche Sherry mitgegeben und beim Öffnen derselben wurde auch fleißig für Rasmus gespendet. Der legte sich vermutlich unter Alkoholeinfluss schlafen und damit wurde die Sache etwas müder, der Wind Flaute ab, drehte unentschlossen hin und her. 20-bis 30-Grad-Dreher nervten. Und plötzlich ging es nur über links. Peter Zauner mit Andreas Bud-Monheim (beide YCSS) und Volker Küsel (ASVG) erwischte die richtige Seite vor der Roßbach-Mannschaft und Fips Ullherr, Stefan Röttcher (beide SCH) und Bernd von Hoermann (CYC). Die „Rechtsfahrer“ sammelten ihre Streicher ein.

Angesichts der Schwachwind-Vorhersage für den folgenden Sonntag entschloss sich Wettfahrtleiter Hans Vogt, auch gleich noch den vierten Lauf zu starten. (Er sollte recht bekommen, am Sonntag gab es nur launische Flauten.) Rasmus war inzwischen wieder aufgewacht und bescherte der Flotte ein ausgewachsenes Gewitter, eingebettet in Regen und Wind über 5 bft. Die hohe elektrostatische Aufladung einiger Schiffe endete glücklicherweise glimpflich: Die Roßbach-Crew musste das Rennen aufgeben, das sie von allen Teilen, die sie an Bord anfasste, heftige Stromschläge empfing. Bei Sigi Merk war die Sache dramatischer, er musste nach einigen heftigen Schlägen zur Untersuchung über Nacht ins Priener Krankenhaus, aus dem er aber am Sonntag ohne bleibende Schäden wieder entlassen wurde. Der Lauf selbst endete wie gehabt: Erster Stadler, dann Pesendorfer, Dritter Köhle.

Bei der Siegerehrung wurden einige Mannschaften von Schiedsrichter Uli Gasch gerügt, weil sie – obwohl Y gesetzt war – keine Schwimmwesten trugen, angesichts des Gewitters zweifellos leichtsinnig. Die Betroffenen gelobten Besserung, alle lobten die ausgezeichnete Küche des CYC und versprachen, 2012 wieder zu kommen.

Martin Köhle

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