H-Boot Flotte Bodensee

Vom Winde verlassen!

Herbstregatta

Erfreulicherweise fanden sich dieses Jahr 15 H-Boote, darunter 4 deutsche, zur Herbstregatta beim Yachtclub Romanshorn ein, an der auch die Fireballs und die Onyx teilnahmen. Traditionsgemäß wurden wir mit den von Adi Gerlach gesponserten Weißwürsten zum Frühstück empfangen. Die Stärkung brauchten wir diesmal allerdings erst einmal nicht fürs Segeln, sondern für das Warten. Der goldene Oktober hat auch seine Schatten- bzw. Nebelseiten. Zäher Hochnebel ließ nämlich zunächst keinen Wind aufkommen, so dass wir bis in den Nachmittag hinein zuwarten mussten. Als sich dann aber doch, als es etwas aufklarte, eine leichte Brise aus westlichen Richtungen einstellte, ließ Wettfahrtleiter Ralph Müntener sogleich auslaufen und startete zügig. Aber wie es halt so ist bei derart leichten Verhältnissen, machte ein starker Linksdreher unsere Führungsposition nach dem Start zunichte und wir mussten tatenlos zusehen, wie Roman Juchli aus Romanshorn mit seinen Mädels, Bruno Schwab aus Romanshorn und Ueli Bryner vom Züricher Segelclub an uns vorbeizogen. In dieser Reihenfolge quälten wir uns auch die Vorwindstrecke hinunter, wobei dann die Bahn für uns abgekürzt wurde. Erfreulicherweise hielt auch Axel Pfriem mit Sohn Philipp und Carli Lever-Kühne mit seinem komplett runderneuerten H-Boot durch. Auch wenn es diesmal etwas unglücklich lief, wird es künftig sicher besser.

Nach dem Einlaufen gab es eine heiße Suppe, die von der Gastronomie bereitestellt wurde und uns wieder in Schwung brachte. Später am Abend wurden wir dann hervorragend verköstigt. Die Piccata schmeckte allen ausgezeichnet. Abgerundet wurde der Tag im Café Panem, direkt neben dem Yachtclub, mit einem hochkarätigen Jazz-Konzert.

Am anderen Morgen lag zäher Hochnebel über dem See, der zunächst keinen Wind aufkommen ließ. Als es dann gegen Mittag etwas aufklarte und sich eine leichte Brise einstellte, wurde ausgelaufen, um einen Startversuch zu unternehmen. Die angekündigte leichte Bise setzte sich aber nicht richtig durch und drehte stark. Schließlich brach der Wind ganz zusammen, so dass sich Ralph Müntener gezwungen sah, die Wettfahrt abzuschießen. Der Wettfahrtleiter ließ uns dann zwar noch einige Zeit auf dem See warten. Außer ein paar kleinen Thermik-Bläschen stellte sich aber kein Wind mehr ein, so dass die Veranstaltung alsbald beendet wurde. Immerhin hatten wir so genügend Zeit zum Auskranen und für die anschließende Preisverteilung. Und es war halt wie immer: als alles vorbei war, kam die Sonne zum Vorschein und es stellte sich auch noch eine leichte Brise ein. Immerhin konnten wir so gemütlich den Heimweg antreten.

Gerhard Fuchs

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