H-Boot Flotte Baldeneysee

Frühjahrswettfahrten

Jetzt geht’s los!

Endlich hat das Warten ein Ende. Die Regattasaison der H-Boote startete 2018 mit den Frühjahrswettfahrten beim Yachtclub Ruhrland Essen (YCRE) auf dem Baldeneysee. Lag es am schönen Wetter oder an der Lust zu Segeln? Mit 10 Teilnehmern wäre fast sogar eine Ranglistenwertung zu Stande gekommen. Doch der Wind wollte etwas anderes.

Nach überaus freundlichem Empfang durch den gastgebenden YCRE und dem unkomplizierten Kranen für die auswärtigen Segler ging es am 14. April los. Bei schwachem südwestlichem Wind wurden die Frühjahrswettfahrten von der erfahrenen Regattaleitung ziemlich in der Seemitte gestartet.

Die erste Wettfahrt entschied Knut Viehweger vom Yachtclub Lörick (YCL) für sich, gefolgt von Gerhard Miethe vom Segelsportclub Rursee (SSCR)  und Axel Praglowski vom Aachener Boots-Club (ABC). Alle drei Platzierten waren Gäste am See. Wo blieben die Baldeneyseesegler? Hingen noch die Spinnenwebendes Winterlagers im Rigg?

In der zweiten Wettfahrt zeigten sie ihr Können. Der Präsident der H-Boot Klassenvereinigung Christoph Zander vom Essener Turn- und Fechtklub (ETUF) fuhr nach spannendem Match mit Knut Viehweger (YCL) auf dem letzten Schenkel der Wettfahrt den Sieg heraus, weil er eine günstige Böe gut für eine Wende ins Ziel nutzen konnte. Zweiter wurde trotz Frühstart Knut Viehweger (YCL) vor Guido Körbes (YCRE) auf dem dritten Platz.

Das abendliche Programm und das Regattaessen ließen keinen Wunsch offen. Bei guter Musik und erstklassiger Versorgung aus der Küche bewiesen die H-Boot-Segler einmal mehr, dass wer Segeln kann auch feiern kann.

Am Sonntag hatte die Lust zu segeln noch nicht nachgelassen, doch es blies nicht genug Wind und dieser auch noch löchrig. Daher fand die Regatta eher gemütlich als Klönschnack auf der Wiese des YCRE statt.

Gesamtsieger wurde Knut Viehweger (YCL) vor Christoph Zander (ETUF) und Guido Körbes (YCRE). Bemerkenswert war die sehr jugendliche Crew von Christoph Zander. Luisa mit 13 Jahren und Lars mit 5 Jahren - beide aus der ETUF-Jugend - segelten ihre erste H-Boot-Regatta. Dabei bewältigte Luisa auf dem Vordeck den Spibaum, als ob sie nie etwas anderes gemacht hätte und auch das Fahren des gesetzten Spi bereitete ihr keine Probleme. Beide fahren sonst Opti und Luisa ist grade dabei auf den 420er umzusteigen. Auch mit einer so jungen Crew kann man Läufe gewinnen und in der Gesamtwertung auf den Podest fahren. „ Wegen des schwachen Windes konnten wir die Manöver vorher nicht trainieren. Die erste Wettfahrt war also unser Trainingsgang“, berichtet Christoph Zander. Ein Training, das immerhin auch auf dem fünften Platz endete. Auf diese Weise führt man die interessierte Jugend aus den Vereinen an die H-Boote heran und sichert so die Zukunft der Bootsklasse. Gebt der Jugend eine Chance!

Der Autor dankt Knut Viehweger für seine Eindrücke als Basis zu diesem Bericht.

Markus Spiecker

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