Fawell Preis 2026

Der Berliner Wannsee zeigt bei sommerlichen Wetter wieder alle Windvarianten

Am 26. und 27.09.2026 wurde vom Verein Seglerhaus am Wannsee /VSaW) der traditionelle Berliner Fawell-Preis ausgetragen. Eingebettet ist die H-Boot Klassenregatta in die in diesem Jahr parallel ausgetragenen Berliner Meisterschaften der Drachen und Soling-Klasse im Rahmen des Raubritter Pokal. Während die beiden anderen Klassen  – bei leichtem Wind – schon am Freitag auf die Bahn gingen, folgten die H-Boot als größte Klasse am Samstag.

Das Wetter war für Ende September sehr sommerlich, leider aber am Samstag ohne Wind. So wurde früh „AP an Land“ gehisst und dabei blieb es dann auch. Wie schon in den letzten Jahren lud der VSaW am Abend zu leckerem Enten-Essen ein.

Für den Sonntag war die Vorhersage  vielversprechender. Die Wettfahrtleitung verlegte das erste Rennen dann von 11.00 auf 10.00 Uhr, so dass am Ende für die H-Boote 4 Wettfahrten stattfinden konnten. Der Wind baute sich über den Tag von 3 auf gute 4 Bft auf, in Spitzen waren auch mal gute 5 Bft dabei. Also ein wunderbarer Segeltag, bei Sonnenschein und über 20 Grad Lufttemperatur. Der Wind kam dabei aus ungewöhnlicher östlicher Richtung, was selbst die Lokalmatadore herausforderte, die richtige Seite zu wählen.

Ohne Frühstart und mit nur einem Frühstarter, ging das Feld diszipliniert auf die Bahn. Jonas Steffen Wild hat als NRO ohne Atempause die 3 Klassen nacheinander in die mit jeweils nur zwei Runden relativ kurzen Rennen zügig starten lassen, Start und Bahnen waren sehr professionell durchgeführt und gelegt.

Von den 17 H-Boot-Teams, darunter eines aus Dänemark, konnten sich am Ende wieder einmal als quasi Heimspiel Andreas Krause, Felix Schütz und Ansgar Schönborn vom VSaW durchsetzen und den 1. Platz erringen. Punktgleich mit 6 Punkten folgten Martin Köhle, Michael Braun und Eberhard Peterke vom SCO. Auf Platz 3 landeten Stefan Hadré, Anke Reimers und Markus Witt vom BYC. Der Pechvogel war das zu den Favoriten zählende Team von Holger und Jan Köhne und Sven Ulrich (PYC). Ihr mit großem Vorsprung ersegelte 1. Platz im 3. Rennen fiel einer Frühstartqualifikation zum Opfer. Beim letzten Rennen rundeten sie die Luvbahnmarke zwar als erste, segelten sich dann aber nervenaufreibend auf den vorletzten Platz zurück, um später dann noch als 9. ins Ziel zu kommen. Insgesamt reichte es damit zu Platz 4.

Wir freuen uns auf das Wiedersehen in 2027! Stefan Hadré, GER 1607

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