Vier mögliche Sieger: Nur ein Punkt macht den Champion

Bei der Rolling Home in Berlin am Wannsee gab es Wind. An der Spitze ging es eng zu. Ein Bericht von Gerd Miethe

Was für ein Wochenende! Rolling Home in Berlin.

Die H-Klasse hatte zum Saisonabschluss auf dem Wannsee 22 Meldungen, doch die Windvorhersagen forderten ihren Tribut: Zwei Crews blieben gleich zuhause, drei gaben bereits nach dem ersten Rennen auf. Trotzdem traf sich ein starkes Feld und es gab echte Überraschungen.

So häuften sich zum Beispiel Frühstartdisqualifikationen, unter anderem beim Team Köhne (GER 1010 mit Holger, Jan und Uwe Köhne) einmal und beim Kausen (GERR 1721 mit Thomas Kausen, Jani und Franzi Funk, Philipp Behrendt) gleich zweimal. Desweiteren stellten bei dem Starkwind die Manöver ungeübte Crews vor große Probleme.

So wurde der erste Tag denn mit seinem kräftigem Wind für viele eine harte Prüfung. Drei Wettfahren mit jeweils langer Bahn von drei Runden plus Zielkreuz zehrten an den Kräften. Doch Abends sorgte wie immer ein hervorragendes Buffet für Zusammenhalt und gute Stimmung, ein toll organisiertes traditionelles Event des Segel-Clubs „Ahoi“.

Der Sonntag begann mit noch mehr Wind und strömendem Regen. Erstmal wurde die Startzeit von 10 auf 11 Uhr verschoben. Und dann ließ der Regen doch Gottseidank tatsächlich nach, auch der Wind mäßigte sich. Die Regattaleitung hatte die richtige Entscheidung getroffen: Sonne und noch zwei großartige Rennen folgten.

Am Ende der insgesamt fünf Wettfahrten fiel die Entscheidung dann denkbar knapp aus.  Denn zwischen Platz 1 und 4 lag in den letzten Läufen nur ein einziger Punkt. Im Schlusslauf schien das Team Hanisch (GER1683, Jens und Carsten Hanisch, Andreas Irngartinger) kurz vor der letzten Lee-Tonne auf Platz 2 liegend den sicheren Sieg zu haben. Doch eine dramatische Wendung brachte das Team Miethe (GER1602 mit Gerhard Miethe, Mattis Blum, Jannis Graunke) ins Spiel, das die Leetonne dann doch noch als Zweiter rundete und damit den Gesamtsieg zum Greifen nah hatte.

Doch am Ende war der Zieleinlauf vom Team Rasmussen (DEN 596, Mike Rasmussen, Peter Bundgaard Sørensen, Andreas Hebbel-Seeger) so traumatisch eng, als er mit Steuerbordbug auf die Zieltonne vor dem Bug vom Team Miethe schoß, dass er diesem damit den Gesamtsieg nahm, was das Team aber zunächst nicht wusste.

Umgekehrt hatte sich das Team Köhne trotz eines mäßigen Starts noch nach auf Platz vier nach vorn gekämpft und sich so am Ende noch zum Gesamtsieg gesegelt, mit 10 Punkten punktgleich mit dem Team Hanisch und einen Punkt vor dem Team Miethe (11 Punkte) und dem anderen dänischen Boot (DEN 619, Thomas Sennels, Thomas Hannibal und Jagop Bændigsøn) ebenfalls 11 Punkte auf Platz vier.

Nächstes Jahr feiern der Club Ahoi übrigens die 55. Rolling Home und peilt stolze 55 Boote (H-Boot und Nordische Folkeboote am Start an. Wir sind definitiv mit an Bord und ihr?

GER 1602 - Gerhard Miethe

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