Robert-Huber-Preis 2026 im Deutschen Touring Yacht-Club

von Fritjoff Gehrke

Der Robert-Huber-Preis zählt seit vielen Jahren zu den festen Größen im Regattakalender der H-Boot-Klasse. Auch 2026 lockte die traditionsreiche Veranstaltung 24 Mannschaften an den Starnberger See. Die Wettfahrtleitung nutzte die guten Bedingungen am Samstag konsequent aus und brachte alle vier geplanten Wettfahrten ins Ziel. Damit war die Regatta bereits nach einem intensiven ersten Segeltag entschieden.

Nach dem traditionellen Weißwurstfrühstück verlangten die Wetterbedingungen mit strahlendem Sonnenschein am 1. Regattatag den Crews alles ab. Wechselnde Windstärken von 8 bis 19 Knoten, zahlreiche Dreher und immer wieder unterschiedliche Druckverhältnisse über das Regattafeld machten taktische Entscheidungen zum Schlüssel für den Erfolg. Wer die Böen richtig vorhersah und die Windfelder konsequent ausnutzte, konnte sich entscheidende Vorteile verschaffen. Gleichzeitig blieb das Feld über weite Strecken eng zusammen, sodass saubere Manöver und fehlerfreie Starts den Unterschied ausmachten. Die anspruchsvollen Bedingungen forderten sowohl die Steuerleute als auch ihre Crews bis zur letzten Wettfahrt. Anschließend stärkten sich die Segler mit kühlem Stegbier vom Fass und später am Grillbufett.

Am Ende setzte sich Walter Pulz zum 2. Mal in Folge eindrucksvoll durch und sicherte sich den Gesamtsieg beim Robert-Huber-Preis 2026. Mit einer konstant starken Serie über alle vier Wettfahrten bewies er einmal mehr seine große Erfahrung auf dem Starnberger See und seine Klasse in der H-Boot-Flotte. Den zweiten Platz belegte Klaus Greif, der ebenfalls mit einer sehr konstanten Leistung überzeugte und sich in dem hochklassigen Feld behauptete. Rang drei ging an Knut Viehweger, der sich mit einer kämpferischen Leistung einen Platz auf dem Podium sicherte.

Nach der offiziellen Siegerehrung sorgten weitere Auszeichnungen für einen stimmungsvollen Höhepunkt des Abends. Geehrt wurden unter anderem der älteste Skipper des Feldes, der mit knapp 80 Jahren an den Start gegangen war, die jüngste Mannschaft sowie die einzige Damencrew. Ein besonderes Highlight war der Sonderpreis für das schnellste Familienboot: Ein rund zwei Meter großes Metallseepferdchen, das künftig im Tutzinger Nordbad an den Robert-Huber-Preis 2026 erinnern wird.

Dass gleich mehrere langjährige Spitzensegler der Klasse auf den vorderen Plätzen landeten, unterstreicht das hohe sportliche Niveau der Veranstaltung. Gleichzeitig zeigte sich erneut, wie eng die Leistungsdichte in der deutschen H-Boot-Klasse inzwischen ist. Bereits kleine Fehler konnten mehrere Plätze kosten, während gute taktische Entscheidungen unmittelbar belohnt wurden.

Der Robert-Huber-Preis bleibt damit eine der traditionsreichsten und beliebtesten Ranglistenregatten der deutschen H-Boot-Klasse. Das hervorragende Regattarevier des Starnberger Sees, die engagierte Organisation des DTYC und die gewohnt herzliche Gastfreundschaft an Land sorgten erneut für eine Veranstaltung, die sportlichen Anspruch und kameradschaftliches Miteinander auf ideale Weise verbindet.

Mit dem Sieg von Walter Pulz reiht sich ein weiterer verdienter Erfolg in die lange Geschichte dieser traditionsreichen Regatta ein. Die H-Boot-Segler dürfen sich bereits auf die nächste Auflage 2027 am Starnberger See freuen.

Elke Debacher
DTYC

Fotos: Frank Debacher

Zur Übersichtsseite