Unsere Meister segeln bei der Meisterschaft der Meister auf Platz zwei
Andi Lachenschmid, Moritz Ellinger und Basti Henning überzeugen auf der Hamburger Außenalster – Sieg im entscheidenden Finalrennen.
Bei der 45. Meisterschaft der Meister am 24. und 25. Oktober 2026 auf der Hamburger Außenalster zeigte die H-Boot-Klasse einmal mehr, dass ihre Spitzensegler auch klassenübergreifend ganz vorne mitmischen können. Andi Lachenschmid vom Münchner Yacht-Club (MYC) segelte gemeinsam mit Moritz Ellinger und Basti Henning auf einen hervorragenden zweiten Platz. Nur die Lokalmatadorinnen um Silke Basedow vom Hamburger Segel-Club waren am Ende noch erfolgreicher.
Die besten Segler Deutschlands unter sich
Die Meisterschaft der Meister gehört seit 1980 zu den traditionsreichsten Veranstaltungen im deutschen Segelsport. Hier treffen Deutsche Meister, Welt- und Europameister aus den unterschiedlichsten Bootsklassen aufeinander. Damit alle die gleichen Voraussetzungen haben, wird auf baugleichen, vom Veranstalter gestellten Booten gesegelt. In diesem Jahr waren es J/22 mit jeweils drei Personen Besatzung.
26 Teams waren angetreten, darunter zahlreiche bekannte Namen aus dem deutschen Segelsport. Mit dabei waren unter anderem die 505er-Weltmeister um Jan-Philipp Hofmann sowie erfolgreiche Teams aus der Segel-Bundesliga und den olympischen Klassen.
Für die H-Boote ging das Team um Andi Lachenschmid an den Start, das sich erst Anfang September bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft auf dem Tegeler See den Titel gesichert hatte. Damals gewann Andi gemeinsam mit Alexa Hausotter, Moritz Ellinger und Basti Henning fünf der zehn Wettfahrten.
Starkwind und ein glänzender Auftakt
Die Hamburger Außenalster zeigte sich Ende Oktober von ihrer anspruchsvollen Seite. Starke, böige Winde verlangten den Mannschaften einiges ab. Besonders bei den kurzen Wettfahrten auf dem engen Revier waren gute Starts, schnelle Entscheidungen und saubere Manöver gefragt.
Das H-Boot-Team kam mit den ungewohnten J/22 hervorragend zurecht. Bereits am Samstag präsentierten sich Andi und seine Mannschaft in beeindruckender Form. In den sechs Wettfahrten des ersten Tages gelangen ihnen fünf zweite Plätze und ein Wettfahrtsieg. Mit nur elf Punkten lagen sie nach dem ersten Tag auf Rang drei, knapp hinter Silke Basedow und dem Bundesliga-Meister Tobias Schadewaldt.
Ein bemerkenswert konstanter Auftritt in einem Feld, in dem praktisch jeder Fehler sofort bestraft wurde.
Vom sechsten Platz noch auf das Podium
Am Sonntag wurden zunächst die Vorrundenwettfahrten fortgesetzt. Nach insgesamt neun Rennen qualifizierten sich die besten neun Mannschaften für das Finale.
Für das H-Boot-Team lief die zweite Hälfte der Vorrunde nicht mehr ganz so reibungslos. Andi, Moritz und Basti mussten zunächst einige Plätze abgeben und gingen schließlich als Sechste in die entscheidende Phase der Meisterschaft.
Doch dann zeigten die drei noch einmal ihr ganzes Können.
Bei rund 25 Knoten Wind und Böen bis knapp 30 Knoten behielten sie die Nerven. Mit einem Sieg im entscheidenden Finalrennen gelang ihnen noch der Sprung auf den zweiten Gesamtrang.
Mit sieben Punkten sicherten sich die H-Boot-Meister die Silbermedaille vor Wolf Jeschonnek, Steffen Dülsen und Klaus Lund vom Cöpenicker Segler-Verein, die mit acht Punkten Dritte wurden.
Verdienter Sieg für das Hamburger Frauenteam
Nicht zu schlagen waren an diesem Wochenende Silke Basedow, Maren Hahlbrock und Mia Hahn vom gastgebenden Hamburger Segel-Club. Die drei Seglerinnen hatten bereits die Vorrunde gewonnen und ließen auch im Finale nichts anbrennen.
Bemerkenswert war dabei, dass die vergleichsweise leichte Frauencrew gerade bei den kräftigen Windbedingungen auf den J/22 eine hervorragende Bootsgeschwindigkeit entwickelte. Mit nur drei Punkten holten sie sich souverän den Gesamtsieg.
Foto: Pepe Hartmann