Wetterkapriolen konnten den Segelspaß nicht bremsen
von Fritjoff Gehrke
Nach den Wettervorhersagen der vergangenen Tage waren diese Sorgen durchaus berechtigt. Doch das Haferl 2026 konnte vom Augsburger Segler-Club planmäßig durchgeführt werden – und belohnte die 18 gemeldeten H-Boot-Teams mit spannenden Wettfahrten und geselligen Stunden an Land.
Der erste Wettfahrttag am Samstag, 18. Juli 2026, präsentierte sich mit einem Wechsel aus Sonnenschein und teils dichten Wolken bei sommerlichen Temperaturen. Der zunächst schwache und drehende Nordwest- bis Westwind mit etwa 2 Beaufort, in Böen 3 bis 4 Beaufort, ließ die Wettfahrtleitung bis 16:00 Uhr auf bessere Bedingungen warten. Dann konnte endlich das Signal zum Auslaufen gegeben werden. Zwei Wettfahrten wurden erfolgreich gesegelt. Die Herrschinger Boote von Helmut Settele GER 1674 und Christoph Quinger GER 925 gewannen dabei die ersten beiden Wettfahrten. Den gelungenen Segeltag ließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend beim Bier an der mobilen Drachenbar des ASC und bei einem hervorragend gelungenen Grillabend im Club-Casino gemütlich ausklingen.
Der zweite Wettfahrttag am Sonntag, 19. Juli 2026, begann mit Blitz, Donner und einem kurzen Regenschauer. Danach besserte sich das Wetter rasch, so dass Wettfahrtleiter Dr. Stefan Dömök die Flotte um 10:00 Uhr auf die Bahn schicken konnte. Bei Nordwest- bis Westwind mit 2 bis 3 Beaufort wurden zwei weitere Wettfahrten gesegelt. Dabei dominierte die GER 1531 mit zwei ersten Plätzen eindrucksvoll das Feld.
Anschließend machte der Wind den Seglerinnen und Seglern jedoch einen Strich durch die Rechnung: über eine Stunde hinweg wechselte er ständig die Richtung und kam aus drei von vier Himmelsrichtungen. Unter diesen Bedingungen war eine weitere faire und ordnungsgemäße Wettfahrt nicht mehr möglich. Die Flotte wurde in den Hafen zurückgerufen und die Regatta nach insgesamt vier Wertungsläufen – mit einem Streichergebnis – beendet.
Den Gesamtsieg beim Haferl 2026 sicherte sich das Team
1. Nikolaus Franke, Michael Mayer und Stefan Strüwind auf GER 1531 (ASC)
Punktgleich folgten auf Rang zwei
2. Jörg Bleiholder, Matreis Maskoet und Klaus Richter auf GER 1695 (DSC)
mit nur einem Punkt Rückstand belegten den dritten Platz
3. Helmut Settele, Harald Beer und Sepp Hammerlindl auf GER 1674 (HSC)
Besonders erfreulich war die starke Beteiligung: Die sechs H-Boote des ASC freuten sich über die sportliche Konkurrenz von zwei Booten des DSC und zehn Booten des HSC. Alle Teams erlebten faire Wettkämpfe, spannende Rennen und ein rundum gelungenes Regattawochenende.
Es war schön, mit und gegen euch zu segeln. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim nächsten Haferl!
Ulli Standke/ASC